Hamburg
2025






















Das Herz ist ein hohler Muskel
Sechs Tafeln, 80 x 110 cm und ergänzende Fotografien, Textmaterial zu den Tafeln, Found Footage, Schmuckkästchen, Fuchsfell, Schmuck, Münzen, Postkarten, Herzstickern, Buch "Das Herz des Piraten", Diddl - Maus, Glitter Babyz - Puppe, Lebkuchenherz, Stampfersblumen, Paillettenstoff, Votivherz, Heiligenbild, Werbung, etc.
Tafel 1:
Einverleibungen und Vereinnahmungen
Tafel 2:
Hyperindividualität, Akkumulation und Konsumismus
Tafel 3:
Geben, Halten, Berühren
Tafel 4:
Einschreibungen und Verinnerlichungen
Tafel 5:
Aufbewahren, Einschließen, Bewachen
Tafel 4:
Besitzen, Beschwören
„Das Herz ist ein hohler Muskel“ ist eine Arbeit, in der ich mich in den vergangenen drei Jahren fotografisch mit den Ursprüngen, der Integrität und den Darstellungen der Herzform auseinandergesetzt habe. Assoziativ suchend und quer forschend entwickelte ich aus diesen Aufnahmen eine ortsspezifische Ausstellung. Die analogen Fotografien wirken bisweilen wie Fundstücke – zumindest wurde ich oft gefragt, woher ich die Bilder habe. Vielleicht erschaffe ich ein künstliches Archiv ... ich weiß es nicht. Ich bin der ästhetischen Wandlung der Herzsymbolik an verschiedenen historischen und zeitgenössischen Orten nachgegangen. Seit 2023 fotografierte ich in Museen, Kirchen, Einkaufszentren, auf Hochzeitsmessen sowie an Orten, die zwischen persönlicher Erinnerung und öffentlicher Symbolik angesiedelt sind; von sakralen Darstellungen, traditioneller Herzverehrung und -bestattung, Ausgrabungsstätten bis hin zu romantischen Inszenierungen und der visuellen Welt der Popkultur. Im Frühjahr 2026 schloss ich meine Recherche in Frankreich vorläufig ab, unter anderem im Palais Jacques-Cœur in Bourges, in Paray-le-Monial und in Paris.
„Das Herz ist ein hohler Muskel“ verbindet künstlerische Forschung, Fotografie und Kulturgeschichte zu einer Untersuchung, die zwischen Christentum, Romantik und Turbokapitalismus oszilliert.
Für die theoretische Begleitung konnte ich die Kunsthistorikerin Dr. Maria Schaller-Kowalski gewinnen, deren Buch „Das Herz in den Bildmedien religiöser Frauengemeinschaften. Frühneuzeitliche Körperkonzepte im Spannungsverhältnis von Konfession, Stand und Geschlecht“ im Jahr 2024 erschien. Sie schreib einen Beitrag zur Ausstellung.
Bei Interesse stelle ich die Tafeltexte sowie den Text von Dr. Maria Schaller-Kowalski gerne zur Verfügung.
Das Herz ist ein hohler Muskel
kleine gegenwart
2026
Mit freundlicher Unterstützung der Liebelt-Stiftung Hamburg und der Hamburger Behörde für Kultur und Medien.