© Jenny Schäfer

Hamburg
2025

 
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Attrappe mit unterschiedlichen Fähigkeiten

Wurfzelt, Bettzeug, Fotohandtuch, Fischbrötchen-Attrappe, Air-Up Trinkflasche, Lafufu, Kunstblumen, Glasnuggets, Strandstuhl, Künstlerinnenbuch "Das dämmert alles da unten", Fotografien, Sonnenuntergangs-Leuchte, Bountys, Kieselsteine im Netz, Strandgut, Keramik, Wäscheklammern


"Jenny Schäfers Arbeiten oszillieren zwischen Leichtigkeit, Naivität und direkter Konfrontation mit unserer auf Hyperkonsum ausgelegten Welt—ohne dabei den erhobenen Zeigefinger zu bemühen. Farben, Formen, Materialien: In den von ihr geschaffenen Welten erwartet uns eine Art positiver Überfluss, gespeist aus Großzügigkeit und Opulenz. Schäfers Arbeiten funktionieren stellenweise wie eine Zeitkapsel: Sie katapultieren uns zurück in die (eigene) Vergangenheit. [...] Wie um sich greifende Tentakeln eines heraufbeschworenen Seewesens wirken Schäfers Keramikvasen. Ihrer eigentlichen Funktion sind sie teilweise beraubt, da sie kein Wasser in sich halten können. Mit den in ihnen präsentierten Kunstblumen verweist die Künstlerin auf die losen Fragmente von Blumengestecken am Ahrenshooper Strand, welche nach Seebestattungen dort regelmäßig angespült werden. Höhlenartig mit Decken verwandelt, lässt die Strandmuschel an Urlaube, aber auch selbstgebaute Bettenburgen denken und verbleibt als temporäre, fragile Behausung."

Beitrag zur Ausstellung

Solastalgie - Waldbaden mit Plastikdelfin
Jessica Arseneau, Jenny Schäfer und Sophia Süßmilch
kuratiert von Lorenza Kalb
Neues Kunsthaus Ahrenshoop
2026